Familie Flöz macht Theater mit Mitteln, die „vor der Sprache“ liegen. Jeder Konflikt manifestiert sich zuerst im Körper. Der körperliche Konflikt ist der Ursprung jeder dramatischen Situation.
Alle Stücke entstehen in einem kreativ-kollektiven Prozess, in dem alle Darsteller auch als Autoren der Figuren und Situationen wirken. In zahllosen Improvisationen umkreist die Truppe ihr selbstgewähltes Thema und sammelt dramatisches Material, bevor die stummen Masken ins Spiel kommen. Ähnlich wie ein Text, bringt eine Maske bereits nicht nur eine Form, sondern auch einen Inhalt mit. Der Prozess von der Entwicklung einer Maske, über die spielerische Erprobung, bis hin zur Symbiose Spieler/Maske ist im wahrsten Sinne des Wortes „massgebend“ für das Resultat.
Das grundsätzliche Paradox von Masken, das lebendige Gesicht mit einer starren Form zu verhüllen, um damit lebendige Figuren zu schaffen, ist gerade auch der Reiz und die Herausforderung für den Spieler. Doch nicht nur für ihn. Lebendig wird die Maske erst in der Imagination des Zuschauers, der damit gewissermassen auch zum Schöpfer wird. Sensibel für die Reaktionen der Zuschauer, mit kritischem Blick auf die eigene Arbeit, erfahren alle Produktionen von Flöz im Spiel noch viele Veränderungen und entwickeln so ihre grosse Dichte und Intensität.
"Die Welt" schrieb: Man sollte den Flözern für ihre Arbeit den Charlie-Chaplin-Preis verleihen - wenn es ihn gäbe.
Eine Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg
Ein Stück von Familie Flöz
Regie
Michael Vogel
Mit
Anna Kistel / Marina Rodriguez Llorente / Melanie Schmidli
Matteo Fantoni / Sebastian Kautz
Daniel Matheus / Frederik Rohn
Fabian Baumgarten / Thomas Rascher / Nicolas Witte
Ein Stück von
Sebastian Kautz
Anna Kistel
Thomas Rascher
Frederik Rohn
Hajo Schüler
Michael Vogel
Nicolas Witte
Masken
Hajo Schüle und Thomas Rascher
Bühne
Michael Ottopal
Kostüme
Eliseu R. Weide
Ton
Florian Monks
Licht
Reinhard Hubert
Produktion
Gianni Bettucci