Mozart & Haydn

Mozart & Haydn

W. A. Mozart: Litaniae Lauretanae KV 195, Klavierkonzert Nr. 14, Es-Dur KV 449, Ombra felice - Io ti lascio KV 255, Haydn: Salve Regina g-Moll

Sonntag, 6. September 2020
2020-09-06 16:00:00 2020-09-06 17:30:00 Europe/Zurich Mozart & Haydn W. A. Mozart: Litaniae Lauretanae KV 195, Klavierkonzert Nr. 14, Es-Dur KV 449, Ombra felice - Io ti lascio KV 255, Haydn: Salve Regina g-Moll Französische Kirche Bern
 
Türöffnung 15:00
Beginn 16:00
Ende 17:30
 
Französische Kirche Bern
Zeughausgasse 8
3011 Bern
Schweiz
 
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Das Konzert findet unter Covid-19-Bedingungen mit reduzierter Platzzahl statt. Konzertbesucherinnen und Konzertbeuscher müssen sich mit Namen und Tel-Nr./E-Mail registrieren, um Tickets zu beziehen. Am Konzert werden Masken abgegeben!

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W. A. Mozart: Litaniae Lauretanae KV 195, Klavierkonzert Nr. 14, Es-Dur KV 449, Ombra felice - Io ti lascio KV 255, Haydn: Salve Regina g-Moll

Anmerkung zum Sitzplan
Auf Grund der Corona-Situation wurden die verfügbaren Sitzplätze stark reduziert. Im vorderen Bereich des Mittelschiffs sind daher fast immer zwei Plätze nebenainander verfügbar, jeweils durch einen leeren Zwischenplatz voneinander getrennt. Diese Plätze sind für KonzertbesucherInnen vorgesehen, die zu zweit das Konzert besuchen möchten. Einzelpersonen sind gebeten, Plätze ab der Mitte des Kirchenschiffs zu buchen, die jeweils einzeln voneinander abgetrennt sind. Besten Dank! Am Konzert werden Masken abgegeben. Der Ticketbezug ist mit einer Registrierpflicht für jedes Ticket (d.h. Angabe der Personalien für jede Person) verbunden, um im schlimmsten Fall ein Tracking zu ermöglichen.

Die "Litaniae Lauretanae B.M.V." KV 195 schrieb W. A. Mozart 1774 für den Salzburger Dom. Er war zu dieser Zeit noch unbesoldeter Konzertmeister der erzbischöflichen Fürstenkapelle. Die Lauretanische Litanei, nach dem Ort Loreto benannt, war eine beliebte Andacht zu Ehren der Gottesmutter. Mozarts Vater Leopold hatte mehrere Litaneien kompoiniert, die dem Sohn als Vorbild dienen konnten. W. A. Mozart komponierte insgesamt vier Litaneien, darunter zweimal (KV 109 und KV 195) die Lauretanische Litanei. Die selten aufgeführte Litanei KV 195 gehört mit ihren 5 Sätzen, den virtuosen Solopartien und ihrer Dauer zweifelsohne zur Gattung der Litaniae solenne, die also für höhere Festtage bestimmt waren. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Mozart die Sonatensatzform aus der Instrumentalmusik auf mehrere Sätze der Litanei übertrug und somit hier eine traditionelle Gattung der Kirchenmsuik sehr innovativ behandelte.
Die ernste Opernszene, das Rezitativ „Ombra felice!“ samt Arie „Io ti lascio“, die Mozart im September 1776 in Salzburg für den Kastraten Francesco Fortini schrieb, ist seine einzige Konzertarie für Altstimme. Erstmals verwendete er in einer separaten Arie die Rondoform. Der Text geht vermutlich auf ein Arsace-Libretto von Giovanni de Gamerra zurück. Das musikalische Vorbild dafür fand Mozart hingegen wie bei vielen anderen Sachen beim Londoner Bach, Johann Christian, dessen Refrainthema Mozart nur leicht abgewandelt übernahm. Die Tragik und Dramatik der Handlung kommt in der düsteren Szenerie der Ombra-Szene zum Ausdruck. Der gefangen genommene Feldherr Arsace nimmt für immer Abschied von der zum Tode bestimmten Selina. Seine Verzweiflung und ausweglose Zerrissenheit setzt Mozart hier eindrücklich in Musik.

Das Klavierkonzert Es-Dur Nr. 14 KV 449 war das erste Werk, das Mozart in seinem „Verzeichnis aller meiner Werke“ am 9. Februar 1784 eintrug. Mozart selber charakterisiert das Werk als „von ganz besonderer Art“. Geschrieben hat er es für seine begabte Schülerin Barbara Ployer. Wann und von wem das Konzert uraufgeführt wurde, ist leider nicht bekannt. Auf jeden Fall stellt es beträchtliche pianistische Anforderungen. Zwar lassen sich in dem Werk gewisse Passagen im galanten Stil finden, im Grossen und Ganzen jedoch ist die Gefälligkeit nur mehr Fassade, hinter der sich motivische Arbeit fast wie im Stile Beethovens und anspruchsvolle kontrapunktische Partien finden, die Mozarts Interesse an der barocken gelehrten Schreibweise bezeugen. Ebenso lassen sich in diesem Klavierkonzert vorweggenommene Anklänge an die später komponierte grosse Es-Dur-Sinfonie und an Passagen aus Figaros Hochzeit finden.
Joseph Haydn wurde 1766 zum Kapellmeister beim Fürsten Nikolaus von Esterhazy ernannt, was er dann über 30 Jahre lang bis zu seinem Tod 1809 blieb. Bis 1766 hatte Haydn in Eisenstadt nur wenige geistliche Werke komponiert, u.a. das Te Deum von 1764 und das erste der beiden Salve Regina, jenes in E-Dur von 1756. Das zweite Salve Regina g-Moll, das im Konzert erklingen wird, wurde 1771 für vier Singstimmen, konzertierender Orgel und Streicher komponiert. Es ist in drei Sätzen gegliedert. Der konkrete Anlass der Komposition ist nicht bekannt, ebenso wenig wie der Zeitpunkt der Uraufführung. In dieser Komposition lehnt sich Haydn noch stark an barocke Rhetorik an und bedient sich einer affektreichen Sprache, deren traditionelles Prinzip die Wortausdeutung ist.

Künstler

Pawel Mazurkiewicz, Piano / Franziska Heinzen, Sopran / Annina Haug, Mezzosopran / Jan-Martin Mächler, Tenor; Jérémie Brocard, Bass; Canto Classico Konzertchor Bern & Orchestra Classica; Willi Derungs, Leitung

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