VERDECKT

VERDECKT

von Ariane Koch

Mittwoch, 1. Dezember 2021
2021-12-01 20:00:00 2021-12-01 21:30:00 Europe/Zurich VERDECKT von Ariane Koch Kellertheater Winterthur
 
Türöffnung 19:30
Beginn 20:00
Ende 21:30
 
Kellertheater Winterthur
Marktgasse 53
8400 Winterthur
Schweiz
 
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von Ariane Koch

Eine Produktion des Theater Marie Aarau

«Die Frage ist nicht: War ich's oder war ich's nicht – sondern werde ich es für immer sein.»

Verena Lehner wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Die Bauersfrau und sechzehnfache Mutter legt in ihrem Hof im Rynetel zwischen Suhr und Gränichen in den frühen Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts Frauen und Männern Karten. Ihr Ehemann ist ein Trinker. Sie sorgt praktisch alleine für die Kinder und verdient zusätzliches Geld, indem sie kranke und alte Menschen auf ihrem Hof pflegt. Ihr monetäres Kapital häuft sich an und ihr Wissen über die Aargauer Bourgeoisie wächst. 1929 wird Verena Lehner wegen Giftmord an zwei ihrer Kostgänger*innen angeklagt. Es wird Arsen in den Körpern der Opfer nachgewiesen. Das Rattengift. Die Tat soll einige Jahre zurückliegen. Die Indizienlage ist diffus. Die vermeintliche Mörderin leugnet bis zum Schluss. Die Zeitungen berichten beinahe täglich über den Sensationsprozess. Verena Lehner wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei der Urteilsverkündung versammeln sich 400 Aarauerinnen und Aarauer, nicht wenige von ihnen Kundinnen der Kartenlegerin, vor dem improvisierten Gerichtssaal im Rathaus.
Ariane Koch, die sich von Kurt Badertschers Buch «Giftmord» [2018] und dem Roman «Die Wahrsagerin» von Rösy von Känel [1936] inspirieren lässt, deckt schreibend Fragmente von Verena Lehners Schicksal aus feministischer Perspektive auf. Erinnerungen an ihr Leben montiert sie mit Gedanken, die sich aus einer heutigen Haltung ergeben. Der Text begibt sich auf die Suche nach einer Erzählung als Macht über die Wahrheit. Eine Redegelegenheit, die Verena Lehner nie hatte.

PRESSE
«Theater Marie bringt den alten Gerichtsfall auf die Bühne der Tuchlaube Aarau. Als bis heute wirksames Gleichnis ... als Abend aus der Sicht von Verena Lehner - und mit Fragen von heute. Ein mutiger und ergiebiger Spagat.» Aargauer Zeitung

Künstler

Mit Nadine Schwitter, Sandra Utzinger und Daniel Steiner / Regie: Olivier Keller / Dramaturgie: Patric Bachmann / Musik: Daniel Steiner / Szenografie: Andreas Bächli / Kostüm: Myriam Casanova

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