PAUL MEYER, GÉRARD CAUSSÉ, FRANK BRALEY - Klarinettentrios von Mozart, Schumann und Bruch

PAUL MEYER, GÉRARD CAUSSÉ, FRANK BRALEY - Klarinettentrios von Mozart, Schumann und Bruch

Mozarts grossartiges Kegelstatt-Trio, Robert Schumanns heitere Märchenerzählungen und Max Bruchs vielseitige «Acht Stücke», gespielt von Meistern ihres Instruments, dem Klarinettisten Paul Meyer, dem Bratschisten Gérard Caussé und dem französischen Pianisten Frank Braley.

Saturday, 14. January 2023
2023-01-14 20:00:00 2023-01-14 22:00:00 Europe/Zurich PAUL MEYER, GÉRARD CAUSSÉ, FRANK BRALEY - Klarinettentrios von Mozart, Schumann und Bruch Mozarts grossartiges Kegelstatt-Trio, Robert Schumanns heitere Märchenerzählungen und Max Bruchs vielseitige «Acht Stücke», gespielt von Meistern ihres Instruments, dem Klarinettisten Paul Meyer, dem Bratschisten Gérard Caussé und dem französischen Pianisten Frank Braley. Aula der Kantonsschule Glarus
 
Doors open 19:30
Begin 20:00
End 22:00
 
Aula der Kantonsschule Glarus
Winkelstrasse 1
8750 Glarus
Switzerland
 
Show map
Organizer website

Buy Ticket

Mozarts grossartiges Kegelstatt-Trio, Robert Schumanns heitere Märchenerzählungen und Max Bruchs vielseitige «Acht Stücke», gespielt von Meistern ihres Instruments, dem Klarinettisten Paul Meyer, dem Bratschisten Gérard Caussé und dem französischen Pianisten Frank Braley.

Im stillen Kämmerlein brütend, ständig zwischen Schreibtisch und Klavier hin- und herwechselnd: So mag man sich die Arbeit der Komponisten vorstellen. In Tat und Wahrheit sah der Komponistenalltag meistens anders aus – und vor allem sehr unterschiedlich. Franz Schubert etwa komponierte offenbar in einem sehr strukturierten Tagesablauf, bei Mozart konnte das Komponieren dagegen in fast allen Momenten des Tages stattfinden. Eine Anekdote besagt, dass er sein Trio für Klarinette, Viola und Klavier während eines geselligen Kegelabends schuf. Sie lässt sich nicht belegen; sicher ist aber, dass Mozart die gleichzeitig komponierten 12 Hornduos KV 487 «unterm Kegelscheiben» komponierte, wie er eigenhändig auf den Noten vermerkte.

Beim Kegeln komponieren? Ganz abwegig ist der Gedanke nicht, wenn man bedenkt, dass der Kompositionsprozess meistens aus verschiedenen Phasen besteht, vom spontanen Einfall von Melodien und Themen über die Elaboration bis zur vollendeten Niederschrift. Dass der erste Schritt in allen Momenten des Tages erfolgen kann, ist auch von anderen Komponisten bekannt. Die sorgfältige Ausarbeitung hingegen dürfte kaum zwischen zwei Kegelwürfen erledigt worden sein.

Das Kegelstatt-Trio ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Es ist das erste Werk für diese nicht alltägliche Besetzung und damit auch Vorbild für Schumanns Märchenerzählungen. Dabei bewegen sich beide Melodieinstrumente, die Klarinette und die Viola, ungefähr auf derselben Tonhöhe, anders etwa als beim klassischen Klaviertrio mit Violoncello und Violine. Und besonders ausgeprägt sind die schroffen Kontraste und Stimmungsschwankungen, welche das Trio über alle Sätze bestimmt.

Robert Schumann schrieb seine Märchenerzählungen op. 132 in wenigen Tagen im Jahr 1853 nieder, in einer letzten Phase höchst produktiven Schaffens – ehe jene psychischen Leiden überhandnahmen, welche seinem Leben ein tragisches Ende bereiteten. Davon ist allerdings noch nichts zu hören: Vielmehr sind die Märchenerzählungen ein letztes Werk voller Lebenskraft, Fröhlichkeit, aber auch Feinsinn.

Max Bruch wiederum liess sich bei der Komposition seiner «Acht Stücke» von Schumanns Märchenerzählungen inspirieren. Es war aber auch eine Gabe an seinen Sohn Felix, der sich zu den führenden Klarinettisten seiner Zeit entwickelte. Es sind acht sehr unterschiedliche Stücke kürzerer Länge, ein lockerer Zyklus verschiedener spätromantischer Stimmungsbilder, und zeigt Max Bruch von seiner schönsten lyrisch-erzählerischen Seite.

Please wait...