Die Schöpfung

Die Schöpfung

Angeregt durch eine Adaptation aus John Miltons “Paradise Lost” schuf Haydn mit seiner Komposition ein der Welt zugewandtes biblisches Oratorium, das bis heute zu den unverzichtbaren Schätzen der Oratorienkunst gehört.

dimanche, 28. octobre 2018
2018-10-28 17:00:00 2018-10-28 19:00:00 Europe/Zurich Die Schöpfung Angeregt durch eine Adaptation aus John Miltons “Paradise Lost” schuf Haydn mit seiner Komposition ein der Welt zugewandtes biblisches Oratorium, das bis heute zu den unverzichtbaren Schätzen der Oratorienkunst gehört. St. Martinskirche Chur
 
Ouverture des portes 16:30
Début 17:00
Fin 19:00
 
St. Martinskirche Chur
Martinsplatz
7000 Chur
Suisse
 
Voir le plan
Site internet de l'organisateur

Acheter les billets

Facture Paiement direct SOFORT MasterCard Visa American Express PostFinance

Angeregt durch eine Adaptation aus John Miltons “Paradise Lost” schuf Haydn mit seiner Komposition ein der Welt zugewandtes biblisches Oratorium, das bis heute zu den unverzichtbaren Schätzen der Oratorienkunst gehört.

Mitwirkende
Konzertchor der Singschule Chur; Camerata Fanny Mendelssohn, Elena Bürkli, Cembalo; Szabina Schnöller, Sopran; Martin Zysset, Tenor; Martin Roth, Bass

Leitung: Jürg Kerle

Zum Werk

Ende April 1798 wurde Joseph Haydns Oratorium “Die Schöpfung” zum ersten Mal unter der Leitung des Komponisten in Wien aufgeführt. Ein musikgeschichtliches Ereignis in einer Zeit, da in Frankreich die Französische Revolution tobte.

Ermöglicht wurde diese Aufführung von 10 Mitgliedern des von Baron Gottfried van Swieten beeinflussten Wiener “Hohen Adels”.

Haydns Komposition ist ein der Welt zugewandtes biblisches Oratorium. Dazu angeregt wurde er nach seinen England-Besuchen, wo man ihm eine Textvorlage, ein Adaptation aus John Miltons “Paradise Lost”, übergab, die ursprünglich für Händel vorgesehen war. Van Swieten übersetzte und bearbeitete die Vorlage zu einem wirkungsvollen Libretto.

Haydn, beeindruckt von Oratorien von Händel, liess sich für die Vertonung begeistern und schuf ein Werk, das beispielgebend für das folgende Jahrhundert werden sollte und bis heute zu den unverzichtbaren Schätzen der Oratorienkunst gehört.

Das Werk ist dreiteilig: Teil 1 schildert die ersten vier Tage der Schöpfung: die Erschaffung der Erde, der Pflanzen und des Firmaments; Teil 2 behandelt die Geschöpfe, von der Tierwelt bis zum Menschen; Teil 3 stellt das Leben des ersten Paares, Adam und Eva, vor und gipfelt in grossen Lob- und Dankchören.

In Haydns Musik hören wir charakteristische und einprägsame Melodien, die kunstvoll verarbeitet sind im motivisch-thematischen Gefüge, reizvolle Behandlung der Klangfarben und grosse Spannweite in Modulation und tonalem Aufbau.

Haydn geht es nicht um eine wissenschaftliche Erkenntnis der Entstehungsgeschichte des Weltalls und der Erde, sondern um die Urbildlichkeit des menschlichen Wesens in seiner göttlich-geistigen Dimension.

Staunend vertieft sich der Komponist in die Wunder der Schöpfung, schildert bild- und tonhaft das Wirken des Geistes der Natur, im Begreifen selbst ergriffen.

So notiert er: „Ich war nie so fromm, als während der Zeit, da ich an der Schöpfung arbeitete. Täglich fiel ich auf die Knie nieder und bat Gott, dass er mir die Kraft für die glückliche Ausführung dieses Werkes verleihen möge. Bald war ich eiskalt am ganzen Leibe, bald überfiel mich eine glühende Hitze, und ich befürchtete mehr als einmal, plötzlich vom Schlage gerührt zu werden.“

Möge unsere Beschäftigung mit diesem inspirierenden Werk mithelfen, „unsere irdischen Herzen zu erwärmen und zu dem Unendlichen leiten“, damit wir zunehmend lernen, sorgsam, achtsam und liebevoll mit der Schöpfung, unserer Lebensgrundlage, dem Planeten Erde, umzugehen.

der Dirigent: Jürg Kerle

Artistes

Konzertchor der Singschule Chur, Camerata Fanny Mendelssohn, Szabina Schnöller, Martin Zysset, Martin Roth

Please Wait...