Irrlichter - Rio Reiser

Irrlichter - Rio Reiser

Rio Reiser war das „Enfant terrible“ der deutschen Musiklandschaft von Mitte der 60er Jahre bis zu seinem Tod 1996. Entlang eigener Fragen an seine musikalische Hinterlassenschaft, mit Hilfe von Rios Autobiografie und Tagebucheinträgen und mit Interviews von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern hat sich das Trio dem Künstler genähert und ein musikalisches Porträt inszeniert.

vendredi, 10. février 2023
2023-02-10 20:00:00 2023-02-10 22:00:00 Europe/Zurich Irrlichter - Rio Reiser Rio Reiser war das „Enfant terrible“ der deutschen Musiklandschaft von Mitte der 60er Jahre bis zu seinem Tod 1996. Entlang eigener Fragen an seine musikalische Hinterlassenschaft, mit Hilfe von Rios Autobiografie und Tagebucheinträgen und mit Interviews von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern hat sich das Trio dem Künstler genähert und ein musikalisches Porträt inszeniert. Cafe Theater Schalotte
 
Ouverture des portes 19:00
Début 20:00
Fin 22:00
 
Cafe Theater Schalotte
Behaimstraße 22
10585 Berlin - Charlottenburg
Allemagne
 
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Rio Reiser war das „Enfant terrible“ der deutschen Musiklandschaft von Mitte der 60er Jahre bis zu seinem Tod 1996. Entlang eigener Fragen an seine musikalische Hinterlassenschaft, mit Hilfe von Rios Autobiografie und Tagebucheinträgen und mit Interviews von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern hat sich das Trio dem Künstler genähert und ein musikalisches Porträt inszeniert.

Rio Reiser war das „Enfant terrible“ der deutschen Musiklandschaft von Mitte der 60er Jahre bis zu seinem Tod 1996. Zu Beginn wehrte er sich mit der Band „Ton Steine Scherben“ in Berlin gegen die Kommerzialisierung seiner Musik und gründete mit seinen Bandmitgliedern einen eigenen Verlag. Politische Agitation, Drogen, Alkohol und ein Leben am Rande des Existenzminimums waren Bestandteile seines Alltags. Wegen der permanenten Vereinnahmung von politischen Gruppen zog es ihn und seine Bandmitglieder in den hohen Norden Deutschlands, nach Fresenhagen. Durch die Eigenvermarktung geriet man auch hier bald an Grenzen.

So entschied sich Rio zu einer Solokarriere. Die verlief mit Hits wie „König von Deutschland“ zu Beginn auch kommerziell sehr erfolgreich. Doch mit Aktionen wie dem Beitritt in die PDS, als Zeichen gegen die „ausbeuterische Wiedervereinigung“, begann auch bald wieder der finanzielle Abstieg. Rio lebte bis zu seinem Tod 1996 in Fresenhagen.

Warum schrieb Rio den Song „Keine Macht für Niemand“? War es tatsächlich eine Auftragsarbeit für die RAF? Persönlich in Auftrag gegeben von Andreas Baader?

Welchen Einfluss hatte der Umzug nach Fresenhagen auf seinen Song „4 Wände“?

 „Komm schlaf bei mir“ ist ein sehr untypischer Song für die Band „Ton Steine Scherben“. Geradezu ein Liebeslied. Wo bleibt da der politische Anspruch? Was hat der Song mit Rios Homosexualität zu tun? Für ihn war es eben nicht selbstverständlich mal jemanden „abzuschleppen“, wie es seine Bandkollegen regelmäßig machten. Homosexualität stand seinerzeit noch unter Strafe.

Das „Rauchhaus“ wurde zum Kult-Song der Hausbesetzerszene. Hatte die Entstehung des Songs was mit der Besetzung des ehemaligen Krankenhaus Bethanien zu tun?

Das sind nur einige Beispiele, wie wir uns Rio Reiser genähert haben. Rios Autobiografie und Tagebucheinträge standen uns zur Verfügung. Kommentare und Interviews von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ergänzen das Programm.

Musikalisch werden die Lieder in reduzierten und brennglasartigen Arrangements gespielt und gesungen werden. Mal steht die Harmoniefolge im Zentrum, mal der Text, mal die Melodie. Instrumentiert wird der Abend mit einem Keyboard (Kai Dannowski), einem Cello (Dana Golombek), einem Saxophon (Frank Leo Schröder) und drei Stimmen.

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