Und die Erde bebte

Und die Erde bebte

Die Erde bebt – und die Musik versucht, etwas von dieser Intensität erfahrbar zu machen. Der Renaissancekomponist Antoine Brumel und der Japaner Toshio Hosokawa haben dazu einzigartige Kompositionen entworfen.

jeudi, 3. septembre 2020
2020-09-03 20:00:00 2020-09-03 21:15:00 Europe/Zurich Und die Erde bebte Die Erde bebt – und die Musik versucht, etwas von dieser Intensität erfahrbar zu machen. Der Renaissancekomponist Antoine Brumel und der Japaner Toshio Hosokawa haben dazu einzigartige Kompositionen entworfen. Berner Münster
 
Ouverture des portes 19:30
Début 20:00
Fin 21:15
 
Berner Münster
Münsterplatz 1
3011 Bern
Suisse
 
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Die Erde bebt – und die Musik versucht, etwas von dieser Intensität erfahrbar zu machen. Der Renaissancekomponist Antoine Brumel und der Japaner Toshio Hosokawa haben dazu einzigartige Kompositionen entworfen.

«Et ecce terrae motus factus est magnus…» – «Und siehe, da geschah ein grosses Erdbeben» heisst es bei Matthäus. Der Stein wird vom Grab weggewälzt; Jesus ist auferstanden.
Es ist ein besonders eindrücklicher Moment der Ostergeschichte, er verlangt auch nach einer ausserordentlichen Vertonung. Und deshalb verlässt Antoine Brumel hier die vertraute Vierstimmigkeit und erweitert bzw. verdichtet den Satz zur Zwölfstimmigkeit – seine einzigartige Missa war um 1500 eine Seltenheit. Sie hat auch nach einem halben Jahrtausend nichts von ihrer Kraft verloren.
Der Gedanke der bebenden Erde verbindet sich hier mit der Musik von Toshio Hosokawa. Der Japaner hat sich seit der Katastrophe von Fukushima in mehreren Werken mit dem Thema beschäftigt, etwa in seiner Oper «Stilles Meer», aus der hier das Perkussionszwischenspiel zu hören ist. Das Arditti-Quartett, unser Ensemble in Residence, spielt ausserdem sein jüngstes Streichquartett «Passage», eine Musik zwischen Traum und Realität.

Artistes

BernVocal, Fritz Krämer, Arditti-Quartett, Mihaela Despa, Peter Fleischlin, Pascal Viglino, Sacha Perusset

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