Karfreitagskonzert, Donnerstag, 28. März 2024, 19.30 Uhr

Karfreitagskonzert, Donnerstag, 28. März 2024, 19.30 Uhr

Georg Friedrich Händel Theodora HWV 68

giovedì, 28. marzo 2024
2024-03-28 19:30:00 2024-03-28 21:30:00 Europe/Zurich Karfreitagskonzert, Donnerstag, 28. März 2024, 19.30 Uhr Georg Friedrich Händel Theodora HWV 68 Kirche St. Johann, Schaffhausen
 
Apertura porte 19:00
Inizio 19:30
Fine 21:30
 
Kirche St. Johann, Schaffhausen
Kirchhofplatz 7
8200 Schaffhausen
Svizzera
 
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Georg Friedrich Händel

"Theodora"

Händels Oratorium Theodora ist ein herausragendes Spätwerk mit einem ungewöhnlichen Thema der tragischen Liebesgeschichte eines zum Christentum konvertierten Paares im spätantiken Rom. Es endet mit dem Märtyrertod von Theodora und Didymus und gehörte zu Händels Lieblingsoratorien trotz zunächst ausbleibendem Erfolg. Er stufte den Schlusschor des zweiten Teils, «He saw the lovely youth», weit über dem Hallelujah» seines berühmten Messiah ein.

Theodora ist ein dreiteiliges Oratorium. Der Librettist Thomas Morell liess sich von «The Martyrdom of Theodora and of Didymus» (1687) von Robert Boyle inspirieren.

Im 4. Jh. n. Ch. erlässt Valens, römischer Statthalter von Antiochia, ein Dekret, wonach alle Bürger anlässlich des Geburtstags von Kaiser Diokletian der römischen Liebesgöttin Venus huldigen sollen. Didymus, heimlich zum Christentum konvertierter Soldat und Geliebter Theodoras, bittet darum, dass Bürger, deren Gewissen sie daran hindert, heidnischen Göttern zu opfern, nicht verfolgt werden. Valens lehnt das ab. Theodora und ihre Freundin Irene feiern einen privaten Gottesdienst anstelle der Feierlichkeiten für Diokletian. Theodora rechnet mit der Todesstrafe, stattdessen wird sie zur Prostitution im Tempel der Venus gezwungen. Didymus erfährt das und bietet sich als Ersatzopfer an, indem er mit Theodora die Kleidung tauscht. Theodora kann entkommen, aber schreckliche Gewissensqualen plagen sie. Das Oratorium endet tragisch mit der Todesstrafe für beide.

Zu Händels Zeiten war Theodora ein Misserfolg. Der Uraufführung am 16. März 1750 in London folgten nur noch zwei weitere Aufführungen. Kenner jedoch schätzten das Werk von Anfang an. Lord Shaftesbury, Verehrer Händels, schrieb: «Ich habe das Werk dreimal gehört und wage zu behaupten, dass es eine so vollendete, schöne und gut ausgearbeitete Komposition ist, wie sie Händel je geschaffen hat.» Heute wird Theodora als Meisterwerk anerkannt, sogar als Oper aufgeführt. Zwei bedeutende Operninszenierungen: 1996 in Glyndebourne, England, und 2009 bei den Salzburger Festspielen.

Ausführende:

Chelsea M. Zurflüh, Sopran

Isabel Pfefferkorn, Mezzasopran

Stefan Wieland, Altus

Nino A. Gmünder, Tenor

Robert Koller, Bassbariton

Schaffhauser Oratorienchor

Schaffhauser Barockensemble

Kurt Müller Klusmann, Leitung

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