Monchi - Niemals satt.

Monchi - Niemals satt.

Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage

giovedì, 5. maggio 2022
2022-05-05 20:00:00 2022-05-05 23:30:00 Europe/Zurich Monchi - Niemals satt. Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage Dynamo Saal
 
Apertura porte 19:00
Inizio 20:00
Fine 23:30
Dynamo Saal
Wasserwerkstrasse, 21
8006 Zürich
Svizzera
 
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Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage

Kein Abi, aber Autor

 

Monchi hat ein Buch geschrieben? Ist ja klar worüber, werden da vielleicht die Meisten denken: Irgendwas über Feine Sahne, übers Saufen, über Politik. Darüber wie beschissen ich mich manchmal finde, oder auch schon verhalten habe. Was für geile Sachen ich gerissen habe. Über Fussball, Stadionverbot, brennende Autos. Über ständige Morddrohungen von Faschos. `Nen paar Anekdoten über den Verfassungsschutz hier, Peilsender unter meinem Auto da oder wie absurd es einfach ist, plötzlich mit seiner Band in großen Hallen zu spielen, obwohl man nie wirklich Ahnung von Musik hatte. Natürlich wird all das auch immer mal wieder eine Rolle spielen, denn all das hat mein Leben geprägt. Aber das Hauptthema, der rote Faden, ist ein anderer.

In erster Linie habe Ich ein Buch über´s Fettsein geschrieben.

Besser gesagt: Über mein Fettsein.

Wat ich wiege? Jahrelang wusste Ich das nicht. Ich hab mich nie gewogen, nur gelebt.

Dass Ich schon wieder zugenommen hatte, konnte Ich immer nur daran ablesen, ob mein altes Shirt noch passte oder nicht. Irgendwann war mein größtes Kleidungsstück XXXXXXL (für die, die zu faul zum zählen sind, da sind sechs X vor dem L).

Als wir vor zwei Jahren das erste Mal eine Bandpause anpeilten, war es zugleich auch das erste Mal für mich, dass ich mich auf eine Waage stellte. Diese zeigte 182 Kilo an. Die Quali für die Championsleague der Fettleibigkeitsliga hatte ich locker erreicht.
Als ich dann durch die Pause das erste Mal so richtig zu Hause ankam, flackerte bei mir immer wieder die Frage auf: Wie konnte es sein, dass ich so fett geworden bin? Ich stellte sie mir immer wieder.

Keine Angst: Ich mach´ nun nicht plötzlich auf Veganer, Straight Edger oder Fitnessguru. Leicht fiel es mir nicht, aber umso mehr ich mich verstand, desto mehr versuchte ich, eingefahrene Muster in meinem Leben zu verändern.

Innerhalb eines Jahres nahm ich, ohne medizinischen Eingriff, 65 Kilo ab.

Aus all den Erlebnissen, Gedanken, Widersprüchen, Erfahrungen wurden immer mehr Seiten eines Buchprojekts. Über mich, meine Vergangenheit, meine Jugend, die letzten Jahre, über das „Wie habe ich es geschafft abzunehmen “ und „Wie ist es `nen Drittel seines Körpergewichts zu verlieren“.

Es gab lustige, aber auch sehr viele harte Erkenntnisse, Rückschläge, Erinnerungen und Geschichten, die in dieser Zeit aufkamen. Weshalb versuchte ich irgendwann jedem fremden Stuhl aus dem Weg zu gehen aus der Angst heraus, dass er der nächste ist, der unter mir zerbricht? Und wenn Ich das merkte: Warum tat ich dann nix dagegen?

Ich kann sagen, dass Ich nicht die eine, sondern sehr viele Antworten darauf gefunden habe.

Es wird kein „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“-Dullibuch.Es ist nicht der 1000. Diätratgeber.

Es ist ganz einfach ein Buch über die Frage und die Antwort, darüber warum so'n vorpommerscher Hoschi wie Ich irgendwann mehr wog als meine Mutter und Fatter zusammen.

Dass ich ein Buch geschrieben habe, wird sich für meine ehemalige Deutschlehrerin mindestens genauso absurd anhören, wie für meinen alten Musiklehrer, als er das erste Mal hörte, dass wir auf´m Rock am Ring spielen. Absurd ist es für mich ja auch: Aber Fakt ist:

Ich hab `nen Buch geschrieben.

Es heißt: „Niemals satt… Über den Hunger auf´s Leben und 182 Kilo auf der Waage“ und erscheint am 7. April 2022 bei Kiepenheuer & Witsch und ist ab sofort vorbestellbar, bspw. hier: https://bit.ly/3bwSrMl Und natürlich bei eurer lokalen Buchhandlung! 

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