Als 1905 ein Denkmal für den Steinplatz ausgelobt wurde, kam es zum Streit zwischen der Stadt Charlottenburg und den Anwohner*innen.
Ein Elefantenbrunnen sollte auf dem Platz gebaut werden, und der hatte so gar nichts mit dem preußischen Reformer Freiherr von und zum Stein zu tun, nach dem der Platz benannt war. „… wagt’s doch Kultur zu haben!“, kommentierte Christian Morgenstern ironisch in seinem Gedicht „Vom Steinplatz zu Charlottenburg“.
Der Steinplatz und seine Umgebung waren schon immer ein beliebter Wohn- und Produktionsort von Künstlern und Schriftstellern. Stephan Hermlin und Walter Benjamin wohnten hier. In den 1960er Jahren machte der Literaturprofessor Walter Höllerer die Gegend zum Treffpunkt zeitgenössischer Autor*innen und Krimiautor Volker Kutscher lässt „seinen“ Kommissar Gereon Rath am Steinplatz wohnen…
Treffpunkt: Steinplatz, am Denkmal Freiherr vom Stein (Bus M45, Haltestelle Steinplatz, U- und S-Bhf. Zoo)
Dauer: 2 Std.