Händel "Israel in Egypt"HWV 54                Telemann "Das befreite Israel" TWV 6:5

Händel "Israel in Egypt"HWV 54 Telemann "Das befreite Israel" TWV 6:5

Ausführende Kantorei an St. Katharinen Veronika Schäfer – Sopran Yuedong Guan – Tenor Leon-Maurice Teichert - Bariton Concerto ispirato Konzertmeisterin Iris Maron Gesamtleitung: Christine Strubel

Location St.Katharinen
An der Katharinenkirche
38100 Braunschweig
Deutschland
 
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Organizer website Website des Veranstalters

Georg Friedrich Händel: Israel in Egypt (HWV 54) und Georg Philipp Telemann (1681-1767)   "Das befreite Israel" TWV 6:5 (Auszüge)
Exodus-Geschichte in Musik, Text und Bild Die biblische Exodus-Geschichte ist von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann fulminant vertont worden. Die Geschichte hat darüber hinaus eine bis in unsere Gegenwart reichende, große Wirkungsgeschichte in der politischen Theorie (z.B. Ernst Bloch, Michael Walser) sowie in der Kunstgeschichte entfaltet. Zudem ist sie bis heute Gegenstand kritischer Reflexion (z.B. Jan Assmann). Das biblische Exodus- und Befreiungsmotiv ist nicht zuletzt über die Tradition der Spirituals („Let my people go!“) fest im kulturellen Gedächtnis verankert. Das für dieses Jahr geplante Chorkonzert an St. Katharinen ist wegen des prominenten Stoffes zu einem umfangreichen Projekt ausgewachsen, das verschiedene Bezüge und Ebenen der Exodus-Geschichte miteinander verbindet. Die Verschränkung von Musik, Text (Bibeltexte und zeitgenössische Dichtung), bildender Kunst (HAUM) und Theologie (evangelische und jüdische) findet seinen Höhepunkt im Konzert am 01.11.2026. Mit einem vorausgehenden und nachfolgenden Veranstaltungsprogramm laden wir Interessierte dazu sein, sich über einen längeren Zeitraum intensiver und aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema zu beschäftigen. Angeregt wurde die Wahl des Stoffes durch das von der EKD im Herbst 2024 für mehrere Jahre ausgerufene Schwerpunktthema "Macht", das viele aktuelle Bezüge hat. Besonders reizvoll sind die lokalhistorischen Aspekte, die sich bei unseren Recherchen ergeben haben.

Zwei Kompositionen zum Thema: Händel und Telemann Dieses Projekt soll die besondere musik- und werkgeschichtliche Bedeutung des Oratoriums „Israel in Egypt“ von Georg Friedrich Händel einem breiten interessierten Publikum nahebringen ebenso wie die Aktualität des Stoffes sichtbar und erlebbar werden lassen. Musikalisch handelt es sich um ein Oratorium, in dem vorherrschend achtstimmigen Chor eine herausragende Rolle zukommt, begleitet von einem durch Trompeten, Posaunen und Kesselpauken erweiterten großen Orchester. Die beiden Werke werden kombiniert und in eine neue, an die Geschichte angelehnte Anordnung gebracht. Es erklingen die Originalsprachen englisch (Händel) und deutsch (Telemann).

Librettist: Braunschweigischer Gelehrter Friedrich Wilhelm Zachariä Während das Textbuch zu Händels Oratorium von ihm selbst 1738 ausschließlich aus Bibelzitaten zusammengestellt wurde, erfuhren etwas später die Oratorien durch einen beginnenden Qualitätswandel in der Dichtung (z.B. Klopstock, Karl Wilhelm Ramler und dem „Braunschweiger“ Friedrich Wilhelm Zachariä ) einen neuen Impuls, den Telemann mit seinem 1759 in Hamburg erstaufgeführten Werk „Das befreyte Israel“ aufgriff. Telemann war mit Händel befreundet und dürfte das Händelsche Werk gekannt haben. Möglicherweise traf das auch auf den Textdichter zu, einen seinerzeit sehr angesehenen und bedeutenden Librettisten, nämlich eben jenen Justus Friedrich Wilhelm Zachariae, auch geschrieben Zachariä (* 1. Mai 1726 in Frankenhausen; † 30. Januar 1777 in Braunschweig). Zachariä war hier am Collegium Carolinum ordentlicher Professor für Dichtkunst; im Carolinum, das am Bohlweg, schräg gegenüber der Katharinenkirche stand, fanden 1761 zwei Aufführungen des „befreyten Israels“ statt. Zachariä hatte die Aufsicht über die „Gelehrten Beyträge zu den Braunschweigischen Anzeigen“ und gab seit 1768 die „Neue Braunschweigische Zeitung“ heraus. Zachariä war also ein Braunschweiger Gelehrter, der nicht weit von unserer Kirche entfernt gewohnt hat und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seinen Fuß nicht nur einmal in die Katharinen-Kirche gesetzt hat.

Künstler

Ausführende *Kantorei an St. Katharinen *Veronika Schäfer – Sopran *Yuedong Guan – Tenor *Leon-Maurice Teichert - Bariton * Concerto ispirato - Konzertmeisterin Iris Maron Gesamtleitung: Christine Strubel

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