Es ist der 29. August 1926, das Schiff „Belvedere“ legt aus Italien in Buenos Aires an. Nicola Calia kommt dort mit seinem Sohn Angelantonio an, um sich den Traum von einem besseren Leben zu erfüllen. Angst, Begeisterung und Schmerz vermischen sich auf dieser Überfahrt, die die Reise jedes Migranten prägt…
Die Karte von „Stelle sconosciute“ geht von dieser Geschichte aus Süditalien aus, durchquert Argentinien und endet im Tessin, wobei sie einige der auf diesem Weg entdeckten Geschichten einbezieht. Aus einer emotionalen und körperlichen Erinnerung heraus, die in meiner Familie von Generation zu Generation weitergegeben wurde, entspringen die Recherche und der kreative Impuls dieser Performance. Sie folgen den Spuren derer, die es vor mir gewagt haben, von einem besseren Leben zu träumen und es zu gestalten, und zwingen mich dazu, meinen Blick zu wenden und meinen Körper anderswohin zu bewegen, um Teile von mir selbst wiederzufinden. „Stelle sconosciute“ inszeniert und hinterfragt die unvermeidliche und notwendige Bewegung von Menschen und Völkern in all ihren Widersprüchen und ihrer intensiven, schmerzhaften und kühnen Schönheit und entdeckt dabei, wie viel Mut und Sehnsucht die gesamte migrierende Menschheit antreibt.
Von Angela Calia
Regie, Choreografie und Texte: Angela Calia
Tanz: Zoe Notartomaso
Musik und Kontrabass: Giuseppe Casamassima
Stimmen: Angela Calia, Maria Mauvesìn
Videoschnitt: Angela Calia, Giuseppe Casamassima
Licht: Christoph Siegenthaler
Choreografische Assistenz: Zoe Notartomaso
Regieassistenz: Leonie Rossel
Produktionsassistenz: Sarah Schiesser
Ab 10 Jahren | 70 Min. ohne Pause | Auf Italienisch