Vier Komponisten blicken auf Italien: zwei von innen, zwei von aussen. Szymanowski deutet drei Paganini-Capricen mit der Harmonik des frühen 20. Jahrhunderts neu: Die Virtuosität bleibt, doch in anderem Licht. Nino Rota bringt die Kantabilität und Ironie seiner Filmmusik in die Kammermusik ein – in einer Sonate und zwei Improvvisi. Stravinsky bearbeitet in der Suite italienne lange Pergolesi zugeschriebene Musik des 18. Jahrhunderts und verwandelt Serenata, Tarantella, Gavotta und Minuetto in eine moderne Lesart. Castelnuovo-Tedesco schliesst mit Figaro, einer Paraphrase nach Rossinis Barbier von Sevilla, in der sich das Theater in eine instrumentale Geste verwandelt.
Es spielen die Geigerin Anastasiya Petryshak, die bei Salvatore Accardo ausgebildet wurde und historische italienische Instrumente interpretiert, und der Pianist und Komponist Lorenzo Meo, dessen Schwerpunkt auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts liegt.
Eine Reise durch drei Jahrhunderte Musik, mit Italien als Inspirationsquelle. Ein Dialog zwischen Tradition, Virtuosität und neuem Empfinden.