Wie nehmen wir Abschied? Von einer verblassten Liebe. Aber auch von einer verstorbenen Person. So richtig lernen wir es nie. Denn meist trifft es uns unvorbereitet und der rationale Geist kann sich gegen die Gefühle nicht mehr durchsetzen. Dieses Programm widmet sich ganz dem Abschied, dem Schmerz und dem Loslassen. Dazwischen flackern immer wieder kleine Liebesgesten auf, die Hoffnung machen, dass nach der Trauer auch wieder Raum für Neues sein wird.
Expressive italienische Madrigale von Heinrich Schütz und Carlo Gesualdo erzählen von der Süsse der Liebe und beklagen die Abwesenheit der geliebten Person. Die Love Songs von Claude Vivier aus dem Jahr 1977 handeln hingegen weniger von romantischer Liebe im alltäglichen Sinn als von einer existenziellen Suche nach Verbundenheit – emotional, menschlich und vielleicht sogar kosmisch.