Hier zeigt sich, dass Politik auch kreativ auf Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot reagieren konnte. Stadtrandsiedlungen für Erwerbslose und Kurzarbeiter wurden Anfang der 1930er Jahre durch staatliche Förderung, Selbsthilfe und Erbpacht ermöglicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier für Ausgebombte, Flüchtlinge und Vertriebene die abwertend so genannte Mau-Mau-Siedlung gebaut. Drei Siedlungsexperimente mit unterschiedlichem Charakter sind zu sehen, was hier nur auf Kosten der Jüdischen Gemeinde möglich war. Denn sie kaufte für die geplante Erweiterung des jüdischen Friedhofs in Weißensee große Ackerflächen, die die Nazi-Diktatur durch Zwangsverkauf an sich riss.
Treffpunkt: Bushaltestelle Marienfelder Chaussee/Quarzweg (Kirchenseite), (Bus X71, X11, M11)
Dauer: 2 Std.