Die Obst- und Gemüseregale der Schweizer Supermärkte sind auch im Winter prall gefüllt: mit Tomaten aus Spanien, Zucchetti aus Italien oder Clementinen aus Frankreich – garantiert zum Tiefpreis. Doch die billigen Lebensmittel gehen auf Kosten der Landarbeiter und Erntehelferinnen, die oft unter prekären Bedingungen arbeiten: Tiefstlöhne, ausbleibende Lohnzahlungen, fehlender Sozialschutz und sexuelle Übergriffe an Frauen gehören auf den Plantagen Südeuropas zum Alltag.
Auch unser Podiumsgast Yasmina Tellal machte diese Erfahrungen, als sie für spanische Zeitarbeitsfirmen tätig war. Was bedeutet es, sich als rechtlose Landarbeiterin mit Leihfirmen und der Europäischen Union anzulegen? Und was können wir tun, um menschenrechtswidrige Arbeits- und Lebensbedingungen in der europäischen Landwirtschaft zu verändern? Und wie profitiert die Schweiz von diesem ausbeuterischen System?
Gäste
- Yasmina Tellal, ehemalige Landarbeiterin, Whistleblowerin und MeToo-Aktivistin
- Eva-Marie Meemken, Assistenzprofessorin für Ökonomie und Politik von Ernährungssystemen an der ETH Zürich
Leitung / Moderation
- Hannes Lämmler und Peter Gerber, Gründungsmitglieder der Landwirtschaftskooperative Longo Mai und Mitglieder im Forum Civique Européen
- Anna Schmid, Koordination Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich SPAZ
- Dana Sindermann, Fachbereichsleiterin Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich SPAZ und Europäisches Bürgerinnen Forum
Medienpartner: WOZ
Unkostenbeitrag (inkl. Umtrunk)
CHF 15 / CHF 10*
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 22. Februar 2026.