«Ich hoffe das ganze Werk […] athme die Empfindungen liebevoller und leidenschaftlicher Erinnerung an dich» – diese persönlichen, an seine (spätere) Frau gerichteten Worte schwebten Joachim Raff für die Komposition seiner ersten Violinsonate vor. Das Werk ist ein vielfältiges, zwischen individuellem Ausdruck und intelligentem Umgang mit der grossen musikalischen Tradition changierendes Werk.
Beim diesjährigen Konzert der Reihe «Klassik im Kontext» interpretiert die Konzertmeisterin der Zuger Sinfonietta, Simone Zgraggen, diese (nach wie vor zu entdeckende) Violinsonate des in Lachen am Zürichsee geborenen Komponisten. Obwohl dieser zu Lebzeiten zeitweise zu den sehr viel gespielten Komponisten gehörte, geriet er leider bald in Vergessenheit. In letzter Zeit allerdings wird er immer mehr gespielt – und ein immer grösseres Publikum kann sich einen Begriff von der musikalischen Qualität Raffs machen.
Simone Zgraggen, begleitet vom renommierten Pianisten Ulrich Koella, kombiniert die erste Violinsonate von Raff mit der neunten Violinsonate von Ludwig van Beethoven, der für Raff ein wichtiger Bezugspunkt war, und mit den drei Romanzen für Violine und Klavier von Clara Schumann.
Die Geschichten, welche sich hinter den Werken und Komponist*innen verbergen, wird Intendant Lion Gallusser dem Publikum näherbringen.
Programm
Clara Schumann (1819–1896)
Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22
Joachim Raff (1822–1882)
Violinsonate Nr. 1 e-Moll op. 73
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 («Kreutzer»)
Musiker*innen
Simone Zgraggen Violine (Konzertmeisterin der Zuger Sinfonietta)
Ulrich Koella Klavier
Lion Gallusser Moderation