SOMMERSONNENWENDE mit dem AZAHAR ENSEMBLE
Adam Walker, Flöte - María Alba Carmona Tobella, Oboe - Miquel Ramos Salvadó, Klarinette - Antonio Lagares Abeal, Horn - María José García Zamora, Fagott
Der 1770 in Prag geborene Anton Reicha gilt als eigentlicher Erfinder des Bläserquintetts. Nach Aufenthalten in Bonn, Hamburg und Wien liess er sich ab 1808 in Paris nieder und unterrichtete als Professor für Komposition am Pariser Conservatoire. Zu jener Zeit entstanden seine 24 Quintette, inspiriert durch die ausgezeichneten Bläser an der Opéra. Mit dieser neuen Kammermusikgattung erreichte Reicha zu seiner Zeit eine unglaubliche Popularität. Die über 200 Jahre alten Werke haben bis heute nichts von ihrer Frische eingebüsst zur Freude der MusikerInnen und des Publikums.
Erst frisch getauft ist das Quintett «Groteske mit Refrain» von Werner Bärtschi. Es wurde als Auftragswerk des Giacinto Scelsi-Festival im März 2025 vom Azahar Ensemble in Basel uraufgeführt.
Mit Scarlattis Aria und der zeitgenössischen Fantasia Scarlattiana des Klarinettisten Miquel Ramos Salvadó erklingt Musik aus Spanien, dem Heimatland des Ensembles. Joaquín Turina verband in seiner Musik andalusische Folklore mit französischem Impressionismus. Für seine Heimatstadt komponierte er mit «Sevilla» eine liebevolle, musikalische Hommage. Der erste Satz «Bajo los naranjos» spielt auf die Orangenbäume an, welche auch für das Ensemble eine grosse Bedeutung haben: die weisse, duftende Orangenblüte mit ihren fünf Blättern gab dem Ensemble den Namen Azahar.
Wir freuen uns sehr, das erfolgreiche Azahar Ensemble wiederum bei Top Klassik zu unserem Saisonschlusskonzert begrüssen zu können!
Programm:
Anton Reicha 1770 - 1836 Bläserquintett op. 88/4 d-moll (1818)
Werner Bärtschi 1950 Groteske mit Refrain (2025)
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Tomás Luis de Victoria 1548 - 161. Tantum Ergo, Hymne in 5 Stimmen (1583) 1 (arr. Azahar)
Miquel Ramos 1989 Fantasia Scarlattiana (2025)
Joaquín Turina 1882 - 1949 Sevilla op. 2 (1908)
(arr. José Luis Turina)