Unter den Hochbahngleisen ein riesiges Schienenmeer, soweit das Auge reicht. Dampflokomotiven ziehen lange Waggonreihen in entgegengesetzte Richtungen. Am Horizont der Anhalter und der Potsdamer Bahnhof. So muss man sich wohl die in Feuilletons mehrfach beschriebene Stadtlandschaft rund um das Gleisdreieck vor hundert Jahren vorstellen. Mittendrin der Dresdener Bahnhof. Ihn gibt es nichtmehr, genauso wie die zahlreichen Gleise, die das Stadtbild prägten. Was ist hier passiert und warum? Im Mikrokosmos Gleisdreieck ist auf engem Raum ein radikaler Bruch in der Entwicklung der Metropole nachvollziehbar und konfrontiert uns mit früheren und zukünftigen Vorstellungen von Urbanität.
Treffpunkt: U-Bhf. Gleisdreieck, auf dem Bahnsteig der U1/ U3
Dauer: 2 Std.