Yulianna Avdeeva spannt spannt einen faszinierenden Boden, der von poetischer Klangfarbe bis zur radikalen Moderne reicht. Alle vier Komponisten verbindet die Suche nach neuen Klangräumen jenseits traditioneller Formen: Chopin`s revolutionäre Klavierpoesie, Debussy`s impressionistische Klangfarben, Boulez` strukturelle Präzision und Fujikuras zeitgenössische Klangimagaination. Über Generationen erweitern sie das Hören selbst und unsere Wahrnehmung. Ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in dem Klang stets neu gedacht wird.
PROGRAMM
Pierre Boulez ( 1925 - 2016)
12 Notations
Maurice Ravel ( 1875 - 1937)
Pavane pour une infante défunte
Dai Fujikura (*1977)
Quite Offering (2025 for Yulianna Avdeeva)
Maurice Ravel
Valses nobles et sentimentales
Fréderic Chopin (1810 - 1849)
12 Etüden op. 25
Yulianna Avdeeva, Klavier
Yuliana Avdeeva zählt zu den profiliertesten Pianistinnen ihrer Generation. Mit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau 2010 – einer der bedeutendsten Auszeichnungen weltweit, gelang ihr der Sprung in die internationale Karriere. Yulianna erhielt ihre Ausbildung zunächst an der renommierten Gnessin-Musikschule und setzte ihr Studium später an der Zürcher Hochschule der Künste fort, wo sie prägende künstlerische Impulse erhielt. Seither ist Yuliana Avdeeva regelmäßig zu Gast bei allen führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem London Symphony Orchestra. Sie arbeitet mit den bedeutendsten Dirigenten zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt ihres Repertoires liegt auf den Werken Chopins, Schumanns und Prokofjews, doch engagiert sie sich ebenso für zeitgenössische Musik. In der Saison 2025/26 widmet Juliana Avdeeva sich intensiv ihrem jüngsten Schwerpunkt, den 24 Preludes und Fugen, Op. 87 von Dmitri Schostakowitsch, deren Aufnahme 2025 bei Pentatone erschienen ist und die sie weltweit aufführt – u. a. in Genova und im Rahmen besonderer Kammerkonzerte mit dem Belcea Quartet. Im Jahr 2026 stehen zahlreiche bedeutende Auftritte an: ein Klavierabend mit den Berliner Philharmonikern in der Philharmonie Berlin am 17. Juni, ein Konzert mit dem WDR Sinfonieorchester im Konzerthaus Dortmund im Mai sowie weitere Solorezitale und Kammermusik-Projekte weltweit. Leidenschaftliche Ausdruckskraft, klangliche Sensibilität und kompromisslose künstlerischer Ehrlichkeit – Eigenschaften, die ihre Interpretationen, besonders von Chopin und Schostakowitsch, zu eindringlichen und unverwechselbaren Musikerlebnissen machen.
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