Dieses generationsübergreifende Quartett versucht nicht, die explosiven, kathartischen Klangstürme von The Thing oder die visionären, orchestralen und genreübergreifenden Reisen Mats Gustafssons Fire! Orchestra wiederzubeleben, sondern präsentiert eine eigene, kompromisslose Interpretation des Free Jazz des 21. Jahrhunderts. Es setzt auf langsame Prozesse in allen Aspekten des Schaffens und verzichtet auf die ständige, drängende Suche nach kathartischen Höhepunkten. Unverkennbar sind die hypnotischen Grooves und die mitreißenden, transzendentalen Riffs von Gustafssons Fire! Trio, wenn Gustafsson sein Baritonsaxophon so spielt, wie der spirituelle Free Jazz der Afroamerikaner der späten 1960er und frühen 1970er Jahre klang, mit seinen repetitiven Motiven, verstärkt durch Gustafssons Flötenspiel (darunter die schwedische Volksflöte Spilåpipa) und Downes‘ geisterhafte Orgelklänge.