Der unheimliche Patriot

Der unheimliche Patriot

Neue Quellen aus den Anfängen der Geistigen Landesverteidigung

Villa Schoeck
Gütschweg 8
6400 Brunnen
Schweiz
 
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Der junge Schriftsteller Max Eduard Liehburg wurde Mitte der 1930er Jahre als Apologet eines neuen Zeitalters gehandelt. Liehburgs Weltbild war autoritär. Kürzlich entdeckte Korrespondenz verdeutlicht seine Bewunderung der NS-Ideologie. Wie kam es, dass er in der Schweizer Kulturpolitik der Geistigen Landesverteidigung anfänglich in der Gunst der Förderung zu stehen schien? Spät und nur in «vertraulicher Offenheit» kritisierte man Liehburg in Bundesbern. Dann aber verlor er rasch seinen Nimbus, den er sich weitgehend erschwindelt hatte. Liehburg starb 1962 in Zurückgezogenheit auf der Insel Korfu. Anhand dieser Fallstudie zeigt der Vortrag auf, wie die frühe Geistige Landesverteidigung agierte: zwischen kulturellem und zuweilen provinziellem Föderalismus, mehrdeutigen antiliberalen Weltanschauungen und organisatorischer Überforderung.

Künstler

Thomas Zaugg

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