Er hieß Frankfurter, Schlesischer und sogar Hauptbahnhof. Ostbahnhof hieß eigentlich ein anderer. Wie nun? Wir sortieren die vier Bahnhöfe in Friedrichshain, zu denen auch der Wriezener, der Küstriner und der Postbahnhof gehörten. Der Schlesische Bahnhof war ohne Zweifel der berühmteste. Hier gab es sogar Gleise mit unterschiedlichen Spurbreiten. Aber auch die anderen Bahnhöfe in der Nähe haben eine ganz eigene Geschichte, die es lohnt, ausgegraben zu werden. Denn am Rande der heutigen Straße der Pariser Kommune, einst umgeben von zahlreichen Blumengärten, entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung eine geschäftige Gegend mit gleich drei Bahnhöfen. Bei der Suche nach ihren Überresten erfahren wir viel über die spätere Nutzung und den Strukturwandel, als dort ein Variététheater einzog und dann das Verlagshaus des Neuen Deutschland an die Stelle gesetzt wurde.
Treffpunkt: Ostbahnhof, in der Empfangshalle unter der Anzeigentafel
Dauer: 1,5 Stunden