Sarah Elena Müller erzählt in «Unwucht» die Geschichte von Alice und Rio, der sich sich in kriminellen Machenschaften rund um seine Drogensucht verliert. Sieben Jahre später steht Alice vor Rios Tür. Sie will ihre Geschichte verstehen.
Verstehen, will auch Lale, die in den 80ern in einer Berliner Männerkommune aufwächst, dort werden Partys gefeiert und Revolutionen geplant. Lale sehnt sich nach Geborgenheit, während ihre Grenzen überschritten werden. Zwischen Freiheit und Vernachlässigung sucht sie in Lilli Tollkiens Debüt «Mit beiden Händen den Himmel stützen» ihren Weg und taumelt an den Rändern.
Emma Rodenstock ist ein Phänomen. Alle reissen sich um die Dichterin. Sie gibt der Debatte um Klassismus und Privilegien ein Gesicht. Bis Nazanin Esfahani, aufstrebende Journalistin, eine Unstimmigkeit in ihrer Geschichte findet. Özge İnan seziert in «Die Dichterin» nicht nur den Literaturbetrieb.
Zu Beginn liest Raffaella Studer, Gewinnerin des Schreibwettbewerbs «VorSatz», ihren Text.