20.09.2026
17:30 Reformierte Kirche Andeer
Sergey Tanin
Zum Abschluss des Festivals spielt der Pianist Sergey Tanin ein Programm zwischen zwei Polen, die fast nicht weiter auseinanderliegen könnten: Schuberts intime, fast meditative G-Dur Sonate bildet den Anfang, Liszts hochgradig virtuose und extrovertierte Bravourparaphrase über Mozarts Don Giovanni den Schluss. Sergey Tanin wurde mehrfach international ausgezeichnet und spielt regelmässig in den grossen Konzertsälen Europas wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Bozar in Brüssel oder der Tonhalle Zürich. In diesem Programm lotet er die Verbindung der scheinbaren Gegensätzen aus – und findet sie in den Halbtönen: Sei es in den immer wieder aufkeimenden dramatischen Abgründen Schuberts oder den lyrischen und nach innen gekehrten Passagen von Liszts Petrarca Sonett. Das Bindeglied bilden die Miniaturen von Kurtag, welche ganze musikalische Welten in kurze Augenblicke zu destillieren vermögen.