TEXTUR 2026 - Filiae tonitrui

TEXTUR 2026 - Filiae tonitrui

‎Ein musikalisches Porträt des heiligen Jakobus im 12. Jahrhundert, vollständig aus dem berühmten Codex Calixtinus: einstimmige Gesänge, zweistimmige Organa, Conductus und Contrafacta erzählen von Leben, Wundern und Verehrung des Apostels.

Calendar Saturday, 31. October 2026
Add to calendar 2026-10-31 15:00:00 2026-10-31 16:00:00 Europe/Zurich TEXTUR 2026 - Filiae tonitrui ‎Ein musikalisches Porträt des heiligen Jakobus im 12. Jahrhundert, vollständig aus dem berühmten Codex Calixtinus: einstimmige Gesänge, zweistimmige Organa, Conductus und Contrafacta erzählen von Leben, Wundern und Verehrung des Apostels. St. Margarethenkirche
 
Doors open 14:30
Begin 15:00
End 16:00
 
Location St. Margarethenkirche
St. Margarethen 6
4102 Binningen
Switzerland
 
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Konzert

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Filiae tonitrui. Ein musikalisches Porträt des heiligen Jakobus im 12. Jahrhundert ist ein Programm, das der Figur des Iacobus Santiago gewidmet ist und vollständig auf dem berühmten Codex Calixtinus basiert, einer der bedeutendsten musikalisch-liturgischen Quellen des Mittelalters. Die Texte der ausgewählten Werke erzählen vom Leben, von den Wundern und von der Verehrung des Heiligen und verbinden erzählerische Elemente mit Lobgesängen und Gebeten.

Der Titel bezieht sich auf den biblischen Beinamen Boanerges (“Donnersöhne”), mit dem Jesus Jakobus und seinen Bruder Johannes bezeichnete. Filiae tonitrui (die “Töchter des Donners”) verweist auf die klangliche Kraft und Ausdrucksstärke des weiblichen Ensembles, das dieses Repertoire zum Leben erweckt.

Musikalisch bietet das Programm einen Einblick in die vielfältigen Kompositionspraktiken des 12. Jahrhunderts: einstimmige Gesänge, zweistimmige Organa und Conductus sowie Contrafacta, neben eigens im 12. Jahrhundert entstandenen Kompositionen. Obwohl für die Liturgie der Kathedrale von Santiago de Compostela bestimmt, wurde diese Musik vermutlich im Burgund zusammengestellt und komponiert und spiegelt damit die europäische Dimension der mittelalterlichen Pilgerwege wider.


Das Projekt EVOCA (Exploración de la Vocalidad y la Oralidad del Canto Antiguo) entstand 2021 aus der Begegnung von vier Sängerinnen, die ein gemeinsames Interesse an mittelalterlichen Vokalrepertoires und den damit verbundenen Aufführungspraktiken teilen: Oralität und Gedächtnisarbeit, Vokalität und Temperamente, polyphone Improvisation sowie die Interpretation alter Notationen. Aufbauend auf der langjährigen Forschung von Paloma Gutiérrez del Arroyo entwickelt sich das Projekt heute gemeinsam mit Ana Arnaz, Èlia Casanova und Amparo Maiques.

Von Beginn an wurde EVOCA von der Aula de Música der Universidad de Alcalá de Henares, dem Centre del Carme Cultura Contemporània in Valencia sowie dem französischen Festival Voix et route romane unterstützt. Eine zweijährige künstlerische Residenz in Alcalá de Henares spielte eine zentrale Rolle für die Vertiefung der Arbeit an mündlicher Überlieferung und musikalischem Gedächtnis. Derzeit widmet sich EVOCA in Zusammenarbeit mit Prof. Carmen Julia Gutiérrez (Universidad Complutense de Madrid) einer neuen Forschungsrichtung zur Interpretation des altspanischen Gesangs.

Artists

Ensemble Proyecto EVOCA

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