Wir wissen wenig über ihre Person. Bekannter ist ihre Kunst. Jeanne Mammen, geboren 1890 in Berlin, malte eine neue Generation von Frauen: modern, selbstbestimmt, kurze Haare, jungenhafter Look. Mit ihren Bildern prägte sie die kollektive Erinnerung an die wilden Berliner Zwanzigerjahre. Den Nationalsozialismus überstand sie zurückgezogen in ihrer „Zauberbude“, einer kleinen Atelierwohnung im Hinterhaus am Kurfürstendamm. Nun war ihre Kunst radikal anders: sie malte abstrakt, modellierte und experimentierte mit unterschiedlichen Materialien – und geriet in Vergessenheit. Die Wiederentdeckung einer Künstlerin, die mit ihrem Gesamtwerk die Kunst des 20. Jahrhunderts abbildet.
Treffpunkt: vor dem Haus Kurfürstendamm 29/an der Gedenktafel (Nähe U-Bhf Uhlandstraße oder Kurfürstendamm)
Dauer: 2 Std.