Abgrenzung von totalitären Ideologien und Zelebrieren von «Einheit in der Vielfalt»

Abgrenzung von totalitären Ideologien und Zelebrieren von «Einheit in der Vielfalt»

Nationale Theaterpolitik in bedrohlichen Zeiten

Villa Schoeck
Gütschweg 8
6400 Brunnen
Switzerland
 
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Der Machtzuwachs faschistischer Bewegungen in den Nachbarländern in den 1930er Jahren stellte die Schweiz vor eine Zerreissprobe. Mit dem Konzept der «Geistigen Landesverteidigung» versuchte der Bundesrat die Einheit und Souveränität des viersprachigen Landes zu sichern. Theater spielte eine wichtige Rolle bei der Vermittlung kultureller Grundwerte der Schweiz und der Konstruktion einer nationalen Identität. Ziel der im Rahmen von Grossanlässen (Landesausstellung 1939, 650-Jahrfeier der Eidgenossenschaft 1941) veranstalteten Aufführungen nationaler Festspiele sowie der Präsentation des vielfältigen einheimischen Theaterschaffens und Volksbrauchtums war die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Widerstandskraft gegenüber ausländischer Propaganda. Als «Wiege der Eidgenossenschaft» und Aktionsraum des Befreiungsmythos kam der «Urschweiz» sowohl in geografischer wie auch in ideeller Hinsicht eine Sonderstellung zu. Der Schwerpunkt des Referats liegt auf den Akteuren mit Schwyzer Wurzeln: Oskar Eberle, Festspielregisseur, und Paul Schoeck, Verfasser des «Brunner Tell».

Artists

Heidy Greco-Kaufmann

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