C. Bechstein Konzerte Frankfurt / Main: 19.11.2026: Ariel Lanyi, Klavier - "Vier Jahrhunderte"

C. Bechstein Konzerte Frankfurt / Main: 19.11.2026: Ariel Lanyi, Klavier - "Vier Jahrhunderte"

Klavierabend "Vier Jahrhunderte" mit Werken von Sweelinck, Haydn, Brahms, Berg und Benjamin. Diese Werke schlagen einen Bogen von den kunstvollen Variationen des niederländischen Frühbarock bis zur schillernden Klangfantasie der Gegenwart und machen hörbar, wie sich musikalisches Erzählen über vier Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfindet. Zwischen Haydns heiterer Klarheit, Brahms' introspektiven Intermezzi und der expressiven Klangsprache Bergs und Benjamins entfaltet sich ein Abend, der Tradition und Aufbruch in unmittelbare Nähe zueinander rückt.

giovedì, 19. novembre 2026
2026-11-19 19:00:00 2026-11-19 21:00:00 Europe/Zurich C. Bechstein Konzerte Frankfurt / Main: 19.11.2026: Ariel Lanyi, Klavier - "Vier Jahrhunderte" Klavierabend "Vier Jahrhunderte" mit Werken von Sweelinck, Haydn, Brahms, Berg und Benjamin. Diese Werke schlagen einen Bogen von den kunstvollen Variationen des niederländischen Frühbarock bis zur schillernden Klangfantasie der Gegenwart und machen hörbar, wie sich musikalisches Erzählen über vier Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfindet. Zwischen Haydns heiterer Klarheit, Brahms' introspektiven Intermezzi und der expressiven Klangsprache Bergs und Benjamins entfaltet sich ein Abend, der Tradition und Aufbruch in unmittelbare Nähe zueinander rückt. C. Bechstein Centrum Frankfurt
 
Apertura porte 18:30
Inizio 19:00
Fine 21:00
 
C. Bechstein Centrum Frankfurt
Eschersheimer Landstrasse 45
60322 Frankfurt
Germania
 
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Bitte beachten Sie, dass es innerhalb der Ticketkategorie keine numerierten Plätze gibt. Konzertlänge ca. 70 Minuten ohne Publikumspause. Meet the artist im Anschluss. Tickets zu 25,00 € sowie Schüler-/Studententickets zu 15,00 € erhältlich. Abendkasse vor Ort. Wir freuen uns auf Sie!

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Bitte beachten Sie, dass es innerhalb der Ticketkategorie keine numerierten Plätze gibt. Abendkasse vor Ort, sofern noch Tickets erhätlich sind.

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Programm

Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621, Niederlande): Variationen über „Mein junges Leben hat ein End“, SwWWV 324

Joseph Haydn (1732–1809, Österreich): Sonate G-Dur, Hob. XVI:39

Johannes Brahms (1833–1897, Deutschland): Drei Intermezzi, op. 117

Alban Berg (1885–1935, Österreich): Sonate, op. 1

George Benjamin (geb. 1960, Grossbritannien): Fantasy on Iambic Rhythmca.

Änderungen vorbehalten.


Werkebeschreibung

Sweelincks Variationen über das melancholische weltliche Lied „Mein junges Leben hat ein End“ zählen zu den bedeutendsten Tastenwerken des frühen Barock. Der als „Orpheus von Amsterdam“ verehrte Komponist entfaltet über sechs Variationen einen reichen Klangraum zwischen spätrenaissancer Polyphonie und beginnender barocker Figuration. Haydns dreisätzige Sonate G-Dur aus seiner späten Schaffensphase verbindet heiteren Witz mit kompositorischer Raffinesse: Einem beweglichen Kopfsatz folgt ein gesangliches Adagio, bevor ein federleichtes, funkelndes Prestissimo-Finale mit deutlichem Scarlatti-Anklang den Satz beschließt. Die 1892 entstandenen Drei Intermezzi op. 117 gehören zu Brahms' introspektivsten Klavierwerken. Der Komponist selbst nannte vergleichbare Stücke seine „Wiegenlieder meiner Schmerzen“ – zarte Lyrik und dunklere, klagende Untertöne wechseln einander ab. Alban Bergs einziges mit Opuszahl versehenes Klavierwerk entstand 1907/08 als Studienarbeit bei Arnold Schönberg. Der einsätzige Satz in h-Moll bewegt sich zwischen spätromantischer Harmonik und den Keimzellen der Atonalität – von leiser Unruhe über dramatische Zuspitzung zu einem stillen Verklingen. George Benjamins 1985 komponierte Fantasy on Iambic Rhythm nimmt den kurz-lang gestalteten „iambischen“ Rhythmus als Ausgangspunkt für ein facettenreiches, oft hochvirtuoses Klangspiel. Eine ruhige, weiträumige Melodie unterbricht das Geschehen an einem Höhepunkt, bevor das Stück in einem jubelnden Schluss mündet – ein Brücke von der Klaviermusik des frühen 20. Jahrhunderts in die Gegenwart.

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Ariel Lanyi, Klavier

„Seine Klarheit – harmonische Nuancen feingfühlig beleuchtet, Rhythmen klar herausgearbeitet, Klangfarben variiert – ist ausserordentlich. Kunstvoll phrasiert, wunderbar gefärbt.“      Gramophone

Ariel Lanyi gehört zu den eigenwilligsten und tiefgründigsten Pianisten seiner Generation. In Jerusalem geboren, in London ausgebildet, verbindet er pianistische Brillanz mit einem dezidiert musikalischen Denken – geprägt von einer tiefen Verwurzelung in den Werken Haydns, Beethovens und Schumanns. Sein Spiel überzeugt nicht durch Effekt, sondern durch Klarheit, analytische Schärfe und emotionale Wahrhaftigkeit. 2021 gewann er den 3. Preis beim Leeds International Piano Competition (Brahms-Konzert Nr. 2 mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Andrew Manze) sowie die Preise beim Young Classical Artists Trust London und der Concert Artists Guild New York. 2023 erhielt er den mit 50.000 CHF dotierten Prix Serdang – ausgewählt von Rudolf Buchbinder persönlich, der sich besonders von Lanyis Interpretation der Beethoven-Sonate „Hammerklavier“ beeindruckt zeigte. Ebenfalls 2023 wurde er von Classic FM als „Rising Star“ ausgezeichnet sowie mit dem Rising Stars Award der Stadt Mönchengladbach geehrt.

Über viele Jahre hinweg spielte er zudem regelmässig Alfred Brendel vor, bis kurz vor dessen Tod im Jahr 2025 - eine prägende künstlerische Mentorschaft. Ariel konzertiert regelmässig mit renommierten Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg und dem Mahler Chamber Orchestra. Solorezitale führen ihn in die Wigmore Hall, die Fundacion Juan March Madrid, den Kissinger Sommer, die Alte Oper und das Marlboro Music Festival.

Artisti

Ariel Lanyi

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