Liberal-Konservative und Christdemokraten taten sich oft als erfolgreiche Neuerer hervor. Siehe die soziale Marktwirtschaft. Aber schafft es der Konservatismus, sich selbst zu erneuern?
Mitte-rechts-Parteien schwanken zwischen ihrem Bekenntnis zur offenen Gesellschaft und einer Annäherung an rechtsautoritäre Kräfte. Oft erliegen sie der Versuchung, Anleihen zu machen bei diesen Populisten, die auf Radikalität statt Stabilität setzen. Doch der Hauptgegner von »Mass und Mitte« steht nunmehr rechtsaussen statt links. Roger de Weck plädiert in «Glanz und Elend der Konservativen» für eine Selbstvergewisserung der rechten Mitte.
Reinhard Müller wiederum befasst sich aus konservativer Warte mit politischen Irrtümern. In «Deutsche Dogmen» liefert er einen Denkanstoss in 20 Schüben – von Asyl und Atom über Demokratie bis zu zivilem Ungehorsam. Auch sein Buch lädt zur kritischen Reflexion ein und beleuchtet die Gefahren, wenn mit Ideologie Politik gemacht wird.