Was geschieht, wenn ein altes Märchen in der heutigen Zeit verfängt? Wenn Helden sich weigern, ihre festgeschriebenen Rollen zu erfüllen? «Das Schweigen der Helden» ist eine poetisch-humorvolle Märchenparodie über Liebe, Mut und die Kraft der eigenen inneren Stimme. Mit feiner Ironie, überraschenden Wendungen und berührender Ehrlichkeit erzählt das Stück von Figuren, die sich gegen ihre vorgezeichneten Wege stellen – und damit ihre Welt verändern. Schauspiel, Figurenspiel und Videoprojektionen verweben sich zu einer Geschichte, die Mut macht alte Muster zu sprengen. Jorinde weigert sich, weiterhin das hilflose Opfer zu sein. Joringel träumt von einer glanzvollen Heldenkarriere – vielleicht sogar von einer eigenen Show. Und die Erzzauberin, lange auf ihre Rolle als Gegenspielerin reduziert, fordert endlich Tiefe, Verständnis und Anerkennung. Was folgt, ist ein anarchisches Spiel um Rollenbilder, Erzählmacht und Selbstinszenierung: Casting-Shows treffen auf Märchenwald, Sitcom-Momente auf poetische Bilder, leiser Zweifel auf laute Selbstbehauptung. Die Figur des Herrn Grimm führt mit Witz und feiner Poesie durch eine Geschichte, die sich neu ordnet, um weiterzuleben.
Schauspiel/Idee: Katja Baumann
Regie/Idee: Didi Sommer
Bühnenbau: Gabor Nemeth
Figurenbau: Katja Baumann, Elisabetha Bleisch, Katharina Baldauf, Susette Neuweiler
Video & Visuals: Yannick Schöpflin
Musikarrangements: Roman Wyss
Grafik Franziska Hubmann