Die als «Grosstat» gefeierte Welturaufführung von Alban Bergs «Lulu» bei den Zürcher Juni-Festspielen 1937 wurde gerade im Vergleich mit der gleichzeitig aufgeführten «Massimilla Doni» Schoecks von Diskussionen über die moderne Musik begleitet (vgl. N. Graf). Dieser Beitrag verfolgt, wie sich in den 20er-und 30er-Jahren Debatten um ein Schweizer Opernschaffen insbesondere um die Zürcher Festspiele bzw. Festwochen (1922 mit Schoecks «Venus» eröffnet) und ähnliche Veranstaltungen entwickeln. Sie boten eine Plattform für die Auseinandersetzung mit aktuellen Werken aus allen europäischen Ländern, besonders Schoeck und Arthur Honegger erscheinen als Repräsentanten der zeitgenössischen Schweiz.