CARMINA BURANA 2026 - Jubiläumskonzert

CARMINA BURANA 2026 - Jubiläumskonzert

Carl Orff: Carmina Burana

sabato, 21. novembre 2026
2026-11-21 19:30:00 2026-11-21 20:30:00 Europe/Zurich CARMINA BURANA 2026 - Jubiläumskonzert Carl Orff: Carmina Burana Konzertsaal Solothurn
 
Apertura porte 19:00
Inizio 19:30
Fine 20:30
 
Konzertsaal Solothurn
Untere Steingrubenstrasse 1
4500 Solothurn
Svizzera
 
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Der Berner Konzertchor Canto Classico (Willi Derungs, Ltg.) und das Blasorchester Schnottwil (Thomas Trachsel, Ltg.) feiern im 2026 mit diesem Jubiläumskonzert ihr 20. bwz. 200-jähriges Bestehen. Mit von der Partie sind auch der BernChor21 (Ewald Lucas, Ltg.) und der Berner Münster Kinderchor (Johannes Günther, Ltg.). 

Carl Orffs "Carmina Burana" ist das meistgespielte Chorwerk des 20.- 21. Jahrhunderts. Die Komposition entstand in der Zeit von 1934 bis 1936 und wurde am 8. Juni 1937 in der Oper Frankfurt szenisch mit magischen Bildern uraufgeführt.
Die mittelalterlichen lateinischen, mittelhochdeutschen und altfranzösischen Texte, die einer mittelalterlichen Handschrift aus dem Kloster Benediktbeuern entstammen, stellte der Komponist unter Mitarbeit von Michel Hofmann selber zusammen. Von der Gattung her im Grunde ein Zwitter, lässt sich das Werk am ehesten als szenische Kantate ohne Handlung verstehen, in der die 24 Gesänge zusammengefasst und vertont wurden. In einer Mischung von archaisierender, lapidarer Harmonik, mächtigem Klang und tänzerischer, bis zur Ekstase pulsierender Rhythmik hat Orff eine Musik von enormer Energie und Dynamik geschaffen. Nicht zuletzt der mächtige, die Frühlings-, Trink- und Liebeslieder umrahmende «Fortuna»-Chor machte die «Carmina Burana» zu einem der meistgespielten Werke der Musik des 20. Jahrhunderts. Hinzu tritt die volksliedhafte Melodik und Orffs Neigung zur Monumentalität und Unmittelbarkeit, die zum Erfolg beigetragen haben. Auch wenn das Werk heute grösstenteils konzertant aufgeführt wird, handelt es sich um ein Bühnenwerk, und Orff war ein Theatermensch par excellence.

Die originale Besetzung ist für gross besetztes Sinfonieorchester mit drei Solostimmen (Sopran, Tenor, Bariton), grossem und kleinem Chor inkl. Männerchor und Kinderchor sowie einer grossen Anzahl an Schlaginstrumenten. Die am Original sich anlehnende Bearbeitung für grosses Blasorchester stammt vom Spanier Juan Vicente Mas Quiles.

Orff selbst bezeichnete einmal die «Carmina Burana» als sein «dunkelstes Werk». Man findet in den Gesängen ungebändigte Lebensfreude und Trinkgelage neben der Klage «O Fortuna», worin die Macht der launischen Schicksalsgöttin vorgeführt wird. Auch gibt es zum Beispiel den Klagegesang des gebratenen Schwans mit seinen Sprüingen, Verzierungen, Chromatik und Variationsfreudigkeit. In zwei Varianten erscheint ebenso die Liebe: im ersten Teil «Primo vere / Uf dem Anger» in Form eines archaischen Gemeinschaftserlebnisses, dessen Allgemeingültigkeit sich in volkstümlichen Chorliedern und Tänzen ausdrückt, und auf der anderen Seite im dritten Teil «Cour d’amours» in ihrer zivilisierten Form als kokettes Spiel nach höfischen Regeln. «In den übertrieben "dolce" und "molto amoroso" zu singenden, italianisierenden Solopartien ist oft nicht genau auszumachen, wo echtes Gefühl endet, wo Ironie beginnt» (Friederike Ramm). Es scheint, dass Orff bewusst mit Nähe und Distanz in der Gefühlsskala der Zuhörenden spielt, indem einzelne Teile in ihrer Fremdheit Distanz herstellen und andere Gesänge die Hörenden regelrecht vereinnehmen.
Der Münchner Komponist, Kompositionslehrer und Musikpädagoge Carl Orff ist uns heute v. a. als Komponist der «Carmina Burana» (1936) sowie als Schöpfer des Orffschen Schulwerks bekannt. Orff entstammte einer musisch geprägten Münchner Offiziers- und Gelehrtenfamilie. Seine Mutter war ausgebildete Pianistin, und das Kind wurde früh gefördert und erhielt bereits in jungen Jahren Klavier-, Cello- und Orgelunterricht. Neben seinen frühen Kompositionsversuchen wurde auch sein schriftstellerisches Talent gefördert. Während seiner Schulzeit sang Orff im Schulchor und im Kirchenchor als Sopranist. Geregelten Unterricht in Musiktheorie erhielt Orff erst ab 1911, als bereits seine Opera 1 – 11 vorlagen. Man darf Orff als «Mehrfachbegabung» bezeichnen. Seine Interessen und Fähigkeiten waren breit gefächert: Neben seiner Kompositionstätigkeit wirkte er als Musikpädagoge und als Dichter der meisten seiner Werke. Er war zudem schauspielerisch begabt und trug seine Texte noch in hohem Alter selbst öffentlich vor. Zudem wirkte er ebenfalls als Chorleiter und Kapellmeister.

Rollstuhl: Der Konzertsaal ist rollstuhlgängig. 

Artisti

Valentina L. Bättig (S), Tinu Brütsch (T), Andres Feliu (Bar.), Canto Classico Konzertchor Bern, BernChor21, Berner Münster Kinderchor, Blasorchester Schnottwil, T. Trachsel (Ltg.)

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